bellaflora: Bestände und Out-of-Stock dank REMIRA Software reduziert
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Grün, soweit das Auge reicht: Rund 25.000 Artikel umfasst das Sortiment von bellaflora, Österreichs führendem Unternehmen für naturnahes Gärtnern und Dekorieren. Mehr als zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaftet das Familienunternehmen mit Pflanzen für den Garten und den Innenraum. Durch die starken saisonalen Schwankungen und das damit verbundene Verderbsrisiko entstehen besondere Herausforderungen in der Disposition. Um diesen optimal zu begegnen, setzt bellaflora auf die Bestandsmanagementsoftware von REMIRA und konnte die Verderbquote so signifikant senken.
„Österreichs grüne Nummer Eins“ – so wird bellaflora auch genannt. In 27 Filialen bietet das Unternehmen nicht nur eine riesige Auswahl an Pflanzen für innen und außen, sondern auch Gartenzubehör und Dekorationsartikel sowie ein Tierwohlsortiment für Wild- und Haustiere an. 2011 entschied sich das Unternehmen dafür, eine Bestandsmanagementsoftware einzuführen. Die Wahl fiel dabei auf den Softwareanbieter REMIRA, wie Gerda Hofer-Rettenwender, verantwortlich für die Zentraldispo bei bellaflora erklärt: „Wir wollten eine Software einsetzen, um die Bestände zu reduzieren und Out-of-Stock-Situationen möglichst zu vermeiden. Mithilfe der Automatisierung sollte auch der Personaleinsatz in den Niederlassungen und im Einkauf verringert werden, damit die Mitarbeiter für wertschöpfende Tätigkeiten eingesetzt werden können.“
Stock-out-Artikel um 20 % reduziert
Die größte Herausforderung im Projekt war die organisatorische Umstellung. Vor der Einführung der REMIRA Software gab es unterschiedliche Bestellprozesse durch den Einkauf, in der Niederlassung und durch Lieferantenvertreter, die alle zwei Wochen in den bellaflora-Filialen die Wände bestückt haben. Durch die Einführung der Bestandsmanagementsoftware von REMIRA wurden ab dem Zeitpunkt viele Lagersortimente zentral durch ein Dispoteam bestellt und der Bestellprozess aus den Niederlassungen genommen. Zudem mussten einige Stammdateninformationen erfasst werden, damit die Software richtig disponieren kann, darunter die Festlegung der Listung pro Niederlassung, die Hinterlegung des Mindestbestands oder die Verwaltung der Vorgänger.
Die Auswirkungen des Softwareeinsatzes zeigten sich schnell: Durch die Übernahme der Disposition von den Vertretern konnten signifikante Umsatzsteigerungen erzielt werden, u.a. in der Warengruppe der Sämerei um mehr als 9 %. Das Warenangebot und die Warenverfügbarkeit sind seit Einführung der REMIRA Bestandsmanagementsoftware in allen Niederlassungen um 30 % verbessert worden, die Stock-Out-Artikel wurden um 20 % reduziert.
„Ein weiterer wichtiger Aspekt war für uns auch die Senkung der Überbestände von Saisonware außerhalb der Saison. Der Verderb bei Grünpflanzen und kurzlebigen Artikel wie eben Saisonpflanzen ist für uns eine große Herausforderung. Wir haben uns als Österreichs Grüne Nummer Eins dem Umwelt- und Klimaschutz sowie der nachhaltigen Nutzung der Ressourcen in besonderer Weise verpflichtet. REMIRAs Software unterstützt uns dabei, diese Ziele zu erreichen“, so Hofer-Rettenwender.
Durch die Automatisierung des Bestandsmanagements können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Filialen zudem mehr auf die Beratung der Kunden konzentrieren.
Logistischer Balanceakt
Die Software von REMIRA disponiert bei bellaflora zurzeit 310.500 SKUs, die Zahl ist stetig steigend. Der Anteil von Grünware wie Baumschul-Artikeln, Saisonpflanzen, Zimmerpflanzen etc. liegt bei ca. 30 %, der Anteil von Boutique und Hartware liegt bei 61 %. Es gibt kein Zentrallager, weshalb direkt beim Lieferanten bestellt wird. Die Bestellungen kommen dann direkt am Bestelltag an und es gibt individuelle Bestellrhythmen pro Lieferant. Dadurch kann der Personaleinsatz, zum Beispiel in der Warenannahme oder bei den Verkaufsmitarbeitern, besser geplant werden. Dank REMIRA ist die Ware bedarfsgerecht in den Niederlassungen vorhanden und zum Saisonende hin werden die Bedarfsmengen automatisch reduziert. „In der Software werden außerdem die vom Lieferanten vorgegebenen Mindestmengen automatisch berücksichtigt. Bei verderblicher Ware mit kurzer Lieferzeit ist dies ein enormer Vorteil. Generell haben wir stark variierende Lieferzeiten bei den Lieferanten und auch wetterabhängige Sortimente. Diese bringen einen logistischen Balanceakt mit sich“, beschreibt Hofer-Rettenwender die Herausforderungen bei bellaflora.
Bedarfsgerechte Verteilung mit LM push
Der Gartenfachmarkt hat auch ein spezielles Modul der REMIRA Software im Einsatz. Das Verteilmodul LM push ist das ideale Instrument für eine bedarfsgerechte Verteilung von Restbeständen, Einmal- und Saisonartikeln. Mit Verteilanweisungen können bestimmte Warenmengen nach vorgegebenen Schlüsseln auf Filialen verteilt werden. Je nach Standort und Anforderungen kann der Bedarf deutlich variieren und eine optimale Verteilung hat massive Auswirkungen auf die Bestände, Logistikkosten und Abschriften. Bei bellaflora sorgt LM push dafür, dass die Gesamtmengen nach Umsatz bzw. Lagerbeständen verteilt werden. „Die Verteilungen für das Lagersortiment erfolgt durch die Disposition, die Verteilungen für Posten und sonstige saisonale Sortimente, zum Beispiel Dekoartikel, werden durch den jeweiligen Einkäufer erfasst. Die Einkäufer haben eigene Zuteilungsuser mit einschränkten Masken. Die Verteilanweisungen werden manuell in der Software erfasst“, erklärt Frau Hofer-Rettenwender.
Dank REMIRA konnte der Bestand der standardisierten Ware in den Regalen optimiert worden. Außerdem ist eine in allen Produktbereichen – speziell auch bei der Saisonware – zielgenaue Bedarfsbestellung möglich. Gerda Hofer-Rettenwender zeigt sich mehr als zufrieden mit dem Einsatz der Software und der Zusammenarbeit mit REMIRA:
„Die Softwareeinführung verlief unkompliziert und kompetent. Die Zusammenarbeit mit REMIRA war stets professionell, lösungsorientiert und angenehm.“
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